«Wer zuletzt stirbt»

Komödie mit Musik in fünf Akten von Lorenz Kaiser.

Gleich zweimal stehen die Theaterleute der noch jungen Laientruppe auf der Bühne. Im Februar wurden die Unterhaltungsabende des Jodlerklubs Meierisli Arch mit «Geischter - git's doch nid!», einer absurden Komödie, bereichert. Ab nächstem Samstag wird nun an vier Abenden in der alten Turnhalle in Arch «Wer zuletzt stirbt» gespielt. «Es ist ein Stück zu einem hochbrisanten Thema», sagt Ruth Finger und hofft, dass ihre neuste Inszenierung beim Publikum ankommt.
In der Tat, den Zuschauenden wird nebst bester Unterhaltung auf der Bühne, etwas zum Nachdenken mit auf den Heimweg gegeben. Die Dialoge kommen zwar komisch daher, doch wer gut hinhört, merkt, dass der Inhalt alles andere als zum Lachen ist. «Wir haben uns beim Lesen verschiedener Theaterstücke bald auf dieses geeinigt. Wir wollen versuchen, ein ernstes Thema so unterhaltsam wie möglich zu vermitteln. Das Theaterpublikum vielleicht sogar ein wenig wachrütteln», begründet die Regisseurin die Stückwahl für die neuste Produktion.
Es besteht kaum ein Zweifel, dass dies der ganzen Truppe nicht gelingen wird – sowie auf der Bühne schauspielerisch wie technisch einige Herausforderungen zu meistern. Das Ziel der Laienspielerinnen und –spieler ist ungebrochen: Die Emotionen von der Bühne auf das Publikum im Saal zu übertragen, egal ob damit lustige, traurige oder nachdenkliche Augenblicke verbunden sind. Ob dies gelingt, werden die Theaterabende zeigen.

Zum Inhalt
Rentner und Witwer Max Wanner hat ein gesundes Herz, jedoch seiner Leber zeitlebens zuviel zugemutet. Josef Rüedi, ebenfalls Pensionär, besitzt ausgezeichnete Leberwerte, hat aber bereits drei Herzinfarkte hinter sich. Doch Spendeorgane sind rar und werden nur in Ausnahmefällen an kranke Menschen im Seniorenalter vergeben. Dr. Schoellkopf hat für beide die scheinbar ideale Lösung gefunden: ein gegenseitiges Spendeversprechen. Wer zuerst stirbt, spendet sein gesundes Organ. Ob es schliesslich zu einer Transplantation kommt?
Wer den Autor des Stückes kennt, darf sich auf einiges gefasst machen. Wie kaum ein anderer versteht es Lorenz Kaiser, ernste Thematik komisch zu verpacken.   

Turnhalle Arch

Dorfstrasse
3296 Arch

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