DIE SONNE VERLÄSST JETZT DIE WOHNUNG _ Ein Hör-Schau-Raum für Märchengrotesken von Tim Etchells

Die Regisseurin Hedwig Huber, der Komponist Martin Schütz, der Bühnenbildner Dominic Huber und die Performerin Lara Körte schaffen in »Die Sonne verlässt jetzt die Wohnung« einen polyphonen Hör-Schau-Raum für Märchengrotesken von Tim Etchells.

DIE SONNE VERLÄSST JETZT DIE WOHNUNG

Ein Hör-Schau-Raum für Märchengrotesken aus »Endland« von Tim Etchells

 

Regie & Konzept: Hedwig Huber

Performance: Lara Körte

Komposition: Martin Schütz

Lichtchoreographie: Dominic Huber/Jay Schütz

Dramaturgie: Ann-Marie Arioli 

Produktionsleitung: Lukas Piccolin/Hedwig Huber

 

Die Regisseurin Hedwig Huber, der Komponist Martin Schütz, der Bühnenbildner Dominic Huber und die Performerin Lara Körte schaffen in »Die Sonne verlässt jetzt die Wohnung« einen polyphonen Hör-Schau-Raum für Märchengrotesken des britischen Autors und Künstlers Tim Etchells: Tragikomische, hoch aktuelle Literatur, die Weltmomente in poetisch-verstörenden Bildern an die Oberfläche hyperrealer Erzählungen schwemmt.

Im Salle Poma des Kunsthauses Pasquart in Biel/Bienne wird diese Inszenierung, die auch ein sinnlich irrlichternder Resonanzraum für unsere Weltwahrnehmung ist, am 15. & 16. Juni 2018 zu sehen sein (Koproduktion Vorhoftreppe Zürich mit Theater Chur & Theater Winkelwiese).

Sichtbar und hörbar wird in ihnen eine Gegenwart, die nur im Zustand ihrer Unschärfe fassbar ist und in der Figuren auftauchen, abtauchen, wiederkehren, verschwinden oder nur noch verpixelt erkennbar sind. Protagonisten, die sich um ihre Fallhöhe nicht mehr kümmern, agieren als archaische Überlebenskünstler und erkennen trotzdem im Angesicht des allgemeinen und ganz persönlichen Desasters, den Ernst der fatalen Lage: Drinnen in den Wohnungen, draussen in der Welt mit den anderen. Die Grundprinzipien dieser skizzenhaften, menschlichen Existenzen – wie auch ihre Vergangenheit und ihre Sehnsüchte – finden an einem (fiktiven?) Ort statt, in dem vom Autor virtuos eine Durchlässigkeit für Raum und Zeit in alle nur erdenklichen Richtungen eingeschrieben ist.

 

Im Hör-Schau-Raum von Hedwig Huber werden Etchells Texte in ihrer performativen Sprengkraft, in ihrer spielerischen Leichtigkeit mit einer erodierenden Dynamik und kalkulierten Stillständen ausgelotet. Die Performerin Lara Körte wird darin zu einer Figur, die mit An- und Abwesenheiten ihres Körpers und der Stimme in den Kosmos von Etchells Erzähllandschaften verführt. Im Zusammenspiel mit einer Komposition für Lautsprecher von Martin Schütz und der Lichtchoreographie von Dominic Huber entsteht Kino im Kopf: Das Publikum wird zum Mitautor. Der Salle Poma wird akustisch und mit Licht strukturiert einen Sog in ein reales und imaginiertes Draussen erzeugen.

 

Produktion: Verein Vorhoftreppe Zürich Koproduktion 2017/2018 mit Theater Winkelwiese Zürich & Theater Chur

Veranstalter: Verein Vorhoftreppe in Kooperation mit dem Kunsthaus Pasquart

Gefördert durch: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Ernst Göhner Stiftung, Schweizer Interpretenstiftung,  Migros Kulturprozent Aare, Stadt Biel/Bienne (Stand 23. Mai 2018)

Pasquart

Seevorstadt 71-73
2502 Biel/Bienne
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