"La Cenerentola"

Komische Oper in zwei Akten von Gioachino Rossini; Libretto von Jacopo Ferretti nach verschiedenen Libretti nach Charles Perraults Fassung des Märchens «Cendrillon». Infos/Vorverkauf unter www.tobs.ch.

Theater Orchester Biel Solothurn eröffnet seine Opern-Saison 2018/19 mit Gioachino Rossinis Märchenadaption «La Cenerentola». Das gefühlvoll-komödiantische Meisterwerk wird dirigiert von Maestro Franco Trinca, als Regisseur stellt sich Andrea Bernard, Gewinner des Europäischen Opernregie-Preis, mit seinem Team erstmals dem TOBS-Publikum vor.

Im Dezember 1816 befand sich Gioachino Rossini in einer delikaten Situation: Das Jahr neigte sich dem Ende zu und bereits im Januar sollte seine neue Oper zur Uraufführung kommen. Geschrieben hatte er allerdings noch keine Note, er kannte noch nicht einmal das Thema seines neuen Werks. Zunehmend entnervt schlug ihm Librettist Jacopo Ferretti Sujet um Sujet vor, bis sich die Künstler schliesslich auf eine Adaption des Aschenputtel-Märchens einigten. Keine vierzig Tage später kam «La Cenerentola» im Rom zur Uraufführung. Das Werk erwies sich als wahrer Geniestreich, verbreitete sich bald auf dem ganzen Kontinent und bis nach Amerika und erfreut sich bis heute grosser Beliebtheit. Rossini und Ferretti gelang es, das Märchen in ein meisterhaftes Charakterstück zwischen Komödie und gefühlvoller Liebesgeschichte zu verwandeln.

Die Fabel um Aschenputtel, dem armen Waisenmädchen, das durch Tugendhaftigkeit über seine bösen Stiefschwestern triumphiert und schlussendlich seinen Traumprinzen heiraten darf, erfreut sich in der westlichen Kultur seit Jahrhunderten grosser Beliebtheit. Ferretti basierte seinen Text auf einer französischen Fassung des Stoffs, wobei einige Elemente den Gepflogenheiten der Entstehungszeit der Oper angepasst wurden. So dient dem Prinzen nicht ein Schuh, sondern ein Armreif als Erkennungsmerkmal seiner Braut – ein nackter Frauenfuss wäre der italienischen Zensur zu aufreizend gewesen …

Für die Inszenierung von «La Cenerentola» bei Theater Orchester Biel Solothurn konnte Jungregisseur Andrea Bernard verpflichtet werden. Gemeinsam mit seinem Team wurde er 2016 zu den Gewinnern des 9. Europäischen Opernregie-Preis gekürt (jener Wettbewerb, den ein Jahr zuvor «Weisse Rose»-Regisseurin Anna Drescher gewonnen hatte). Als Don Magnifico, Cenerentolas schussliger Stiefvater, kehrt Publikumsliebling Michele Govi zu TOBS zurück. Auf der Besetzungsliste finden sich weitere, den hiesigen Zuschauern bestens bekannte Sänger und Sängerinnen wie Wolfgang Resch und Gustavo Quaresma sowie als Cenerentola Inès Berlet, die für ihre Darstellung in «Lucio Silla» vom Fachmagazin «Opernwelt» als «Nachwuchskünstlerin des Jahres» nominiert wurde.

TOBS Theater Orchester Biel Solothurn

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