Stockholm Syndrome & Warnöx

Bühne frei für junge Bands aus der Region Biel

**Stockholm Syndrome** einer Musikrichtung zuzuordnen gestaltet sich schwierig. Sicherlich kommt einem direkt «Rock» in den Sinn, die Einflüsse von Radiohead und Muse sind da, aber auch von Slipknot und klassischer Musik: Liszt, Chopin.
Tatsächlich haben ihre Stücke gerade dann eine gewisse Klasse, wenn sie atmosphärischen Rock mit progressiven Passagen verbinden. Gitarre (Samuel Oudot) und Keyboard greifen ineinander, wobei das Keyboard die Atmosphäre schafft. Verzerrungseffekte werden gezielt eingesetzt und alles zusammen kann in vollkommene Akkorde gipfeln. Die rhythmische Basis ist immer dann besonders melodisch, wenn die Stücke vom drückenden Klang des präzise eingesetzten Basses (Anatole Bouduban) geprägt sind. Das Schlagzeug (Arthur Harsch) sorgt in kraftvollen Stücken für Energie und in ruhigen Stücken für Gefühlstiefe. Léonie Castella verleiht all dem mit ihrer klaren Stimme und ausgezeichneten Stimmtechnik Harmonie, rundet es ab.
Die Texte sind äusserst pessimistisch: Das Ende der Welt (Necroworld), Suizid aus verschiedenen Blickwinkeln (Human jam), Revolution, aber was dann? (Star erazed), Verlorene Seelen in einer Religion ohne Gott (Lost), Entfremdung, Egoismus der Menschen, der zum Suizid führt (Shame), Das Ende der Welt, dieses Mal jedoch aus Sicht eines Optimisten! (Last Memories)

Willkommen in den Chroniken eines traurigen Jungen. 
Mit gedankenverlorenem Blick nimmt **Warnöx** sein Publikum mit in eine Welt, die gleichermassen berührend wie explosiv ist. «Espoir d’amour» ist ein von Poesie geprägtes Rap-Album, das vom Leben, vom Tod, vom Schmerz einer verlorenen Liebe und vom Wiederaufkeimen der Hoffnung erzählt. Es setzt auch einen Schlusspunkt hinter all die Fragen und Zweifel, die die Jugend prägen, und ist eine Hommage an all jene, die sich das Leben genommen haben.
Mit der breiten Palette des musikalischen Ausdrucks, die der Künstler bietet, zählt das Album zur neuen Garde der aktuellen Musik 2022, in der Rap zum französischen Chanson wird und in der Rock gerappt wird. 
Sein musikalisches Werk reicht von aggressivem Trap über eine Spur Variété, in das sich orientalische Pop-Klänge mischen, bis hin zu ergreifender Melancholie. Seine Melodien bleiben im Kopf, entführen uns in verschiedene Welten. Stets auf der Suche nach originellen Sounds scheut sich Warnöx nicht, Genres zu mischen und Akustikinstrumente einzusetzen.

Le Singe

Untergasse 21
2502 Biel
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