VERSCHOBEN Petite Messe solennelle, Orchesterfassung

VERSCHOBEN Petite Messe solennelle von Gioachino Rossini / Konzertchor Rapperswil BE und Cantus Regio Thun

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„Herr Sax solle nicht mit seinen Saxophonen das Werk instrumentieren und damit ein paar Singstimmen totschlagen.“ Mit dieser Begründung rechtfertigte der gefeierte Opernkomponist Gioachino Rossini die Instrumentalisierung seiner „Petite Messe solennelle“. Rossini machte zur Auflage, dass die Orchesterfassung des Werkes erst nach seinem Tod zur Aufführung gebracht werden solle.

Wie auch immer „petite“ interpretiert wird, „klein“ ist das im Auftrag für die Einweihung einer Privatkapelle gemachte Werk keineswegs. Der späte Rossini zog noch einmal all seine Register aus dem Opernschaffen. An Stelle der zwei Klaviere und des Harmoniums bietet er Harfen, Posaunen und Trompeten auf und zusammen mit dem stimmgewaltigen Chor wird das Publikum mit grossartigen Klangfarben überrascht und erfreut.  Eindrücklich  erbringt er den Beweis, dass sich seine Genialität, die er in jungen Jahren mit den Opern wie „La Cenerentola“, „Il barbiere di Siviglia“ oder „Guillaume Tell“ bewies, keineswegs gemindert hat.

„Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe beendet. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée), die ich gemacht habe oder ist es vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich wurde für die Opera buffa geboren, das weißt Du wohl! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Die, wohl mit einem Augenzwinkern gemachte Aussage Rossinis zeigt, dass ihm trotz dem frühen Rückzug aus dem Operngeschäft, die sprichwörtliche Ironie erhalten blieb. Auch wenn der Komponist von Haus aus als nicht streng gläubig beschrieben wird, die Tendenz zur musique sacrée ist eindeutig!

Der Konzertchor Rapperswil und der Cantus Regio Thun, beide unter der Leitung von Peter Loosli, spannen für die selten zu Gehör gebrachte Orchesterfassung des Werkes zusammen. Als Solisten werden Anja Christina Loosli, Sopran; Barbara Magdalena Erni, Alt; Niklaus Loosli, Tenor und Christian Hilz, Bariton zu hören sein. Das OPUS-Orchester, eine ad-hoc Formation von professionellen Musikern, wird den stimmgewaltigen Chor ergänzen. Am 25. April 2020 in der Thuner Stadtkirche und am 26. April 2020 im Casino Bern gelangt das Werk zur Aufführung.

Stadtkirche Thun

Schlossberg 14
3600 Thun
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